Gesellschaft Marine

Noch wenige Wochen trennen uns vom diesjährigen Schützen- und Volksfest. Wieder einmal ein deutlicher Beweis dafür; daß die Pflege von Brauchtum und Tradition auch in der heutigen Zeit keinesfalls an Bedeutung verloren hat, sondern vielmehr die Bewahrung von Werten, die nach wie vor ihre Gültigkeit für uns haben, darstellt.

Vergeßt für die wenigen Tage Mühen und Sorgen und laßt eine fröhliche Stimmung stets Euer Begleiter sein. Gemeinsame schöne Stunden wollen wir verbringen und wir werden feststellen, daß die Freundschaft und Kameradschaft innerhalb des Vereins gefestigt wird.

Doch nun ein Rückblick auf das vergangene Schützenjahr

Unser Labscausessen im Spätherbst fand wieder eine "satte" Mehrheit. Der Durst war groß, die Stimmung hervorragend, getanzt wurde bis in den Morgen. Wir danken an dieser Stelle den Königspaaren Josef und Friedchen Bungarten sowie Willi und Heidi Radziewski, die dieses Essen ausrichteten.

Auch die Weihnachtsfeier brachte echte Überraschungen. Die neuen Rectal-Uhren, auch ohne Garantieschein, waren der große Renner. Ideen muß man halt haben! Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön.

Das mit Spannung erwartete Königsschießen war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Wer seit vielen Jahren diese Begeisterung miterlebt, kommt zu der Feststellung, daß es doch etwas besonderes ist, Mitglied dieser Gesellschaft zu sein. Glückliche Sieger und damit neue Gesellschaftspaare der Marine sind:

Lothar und Sylvester und

Annemane Tappen Hildegard Lupp

Aktives Königspaar Passives Königspaar

Maritim ging es auch am Samstag, den 3. Juni, beim Krönungsball im Pfarrheim der Kirche Maria unter dem Kreuz zu. Unter großem Beifall wurden die neuen Träger der Königswürde in ihr neues Amt eingeführt. Den scheidenden Kompanie-Königspaaren sei noch einmal gedankt für die vielen Aufmerksamkeiten im Laufe des Jahres. Mit dem Auftritt des Fanfaren-Korps aus Düsseldorf-Garath, das sehr viel Applaus bekam, verabschiedeten sich Josef und Friedchen als auch Willi und Hedi auf ihre Art.

Sichtlich überrascht wurde der 2. Vorsitzende der Gesellschaft, Heinz Fontes. Für besondere Verdienste und viele Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit erhielt er die goldene Ehrennadel des Vereins. Frau Linda Hesselmann und Frau Ruth Schlenger bekamen Urkunden für 25 Jahre treue Mitgliedschaft.

Auch den Pfänderschützen, Pokalsiegern und Meisterschützen Dank und Anerkennung für ihre Leistungen. Ein neuer Damen-Pokal wurde von der Ex-Regimentskönigin Monika Rothes gestiftet.

Zum Jahresausflug ging es vom 10.-13. Juni an die Ostsee nach Grömnitz. Auch dieser Urlaub wird für alle Teilnehmer erlebnisreich in Erinnerung bleiben.

Unser Dank gilt allen Freunden und Förderern der Gesellschaft. Auf Wiedersehen bis im September zum Schützenfest!

  • Ihre Gesellschaft Marine
  • Nachruf

    Ein stilles Gedenken gilt unserem verstorbenen Protektor und Ehrenmitglied Ludwig Kempen. Bescheiden, wie es seiner Mentalität entsprach, blieb er stets im Hintergrund. Zahlreiche wertvolle Requisiten tragen seinen Namen. Ludwig Kempen war seit der Gründung 1950 Protektor der Gesellschaft Marine. Allen aktiven Mitgliedern wird er unvergessen bleiben.

    Reisekurzbericht

    Unsortiert an Bord entstanden

    Sensationen erregen immer Aufmerksamkeit. Doch über die Erlebnisse der Menschen, die wir täglich treffen und kaum beachten, wird selten berichtet. Und wenn, dann höchstens in einer kurzen Pressenotiz; heute gelesen und morgen schon vergessen.

    Ein leidenschaftlicher Segler; ein ,,Poet", hat viele Jahre lang aufgeschrieben, was die Nachbarn am Steg ihm erzählten. Hier die Geschichte einer Möwe.

    Die Möwe

    Ich segelte einmal hinaus nur eben zum Vergnügen, da sah ich etwas achteraus einen Vogel fliegen.

    Ich überlegte hin und her und endlich fiel's mir ein:

    ,,So weiß und groß und hier am Meer; daß muß ´ ne Möwe sein!"

    Sofort war ich von ihr gebannt, was ich nicht oft erlebte, wie sie hier; weitab vom Strand kühn durch die Lüfte schwebte.

    Sie flog dahin durch Zeit und Raum von Äolus getragen,

    ein Leben zwischen Stein und Traum an sonnenhellen Tagen!

    Sie stürzte aus des Himmels Blau kopfüber in die Flut, und fing sich einen Kabeljau, der tat ihr sichtlich gut.

    Dann startet sie zu neuem Flug wie Phoenix aus der Asche

    und ich nahm einen tiefen Zug aus meiner Whiskyflasche.

    Stolz schwang sie sich zum Firmament fast ohne Flügelschlag,

    ach, wenn ich das nur einmal könnt, und sei's für einen Tag!

    Da, plötzlich ließ aus ihrem Darm sie einen Plocken fallen,

    der tat mir; klebrig und warm, auf's linke Auge knallen.

    Vorbei war da die Poesie, der Zauber war verflogen,

    die Möwe ist ein dummes Vieh, gemein und schlecht erzogen !

  • Mein Bannstrahl traf das freche Tier; das leicht und frei entfleuchte,

    während ich mit Klopapier mein Angesicht entseuchte.

  • Und die Moral von der Geschicht, die sollt ihr auch noch wissen:

    Ich mag die Zeitgenossen nicht, die mich einmal beschissen !

    F.B.