Gesellschaft Marine

Jedes Jahr gibt die Gesellschaft an dieser Stelle einen Bericht über das Vereinsleben und die erfolgten Aktivitäten. Sowohl traurige, als auch fröhliche Ereignisse haben die Mitglieder in den letzten Monaten zu einer Gemeinschaft zusammengeführt, die besser den je geeignet ist, die nicht immer leichten Situationen, wie sie in den Vereinen entstehen und gelöst werden müssen, zukunftsorientiert zu lösen.

Doch nun zum Ablauf des Schützenjahres

Unser allseits beliebter und über die Ges. Marine hinaus geachteter "Kaleu" Heinz Brückmann verstarb nach kurzer und schwerer Krankheit am Morgen des Kirmes-Samstag. Ein trauriges Ereignis, das die gesamten Schützentage die Gesellschaft überschattete und viele Kameraden an die Vergänglichkeit alles Guten und Schönen erinnerte. Beim Begräbnis war das Regiment fast vollzählig angetreten, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Doch nach jedem Tal kommt ein Berg, nach jedem Tief kommt ein Hoch. Am Kirmes-Montag trat die Marine mit dem Willen am Schießstand an, dieses Jahr den Regiments-König zu stellen. Unser Kompaniekönig Hans Rothes etwas nervös, die Brille hatte er auch vergessen, kam, sah und siegte. Mit viel Können und einem Quentchen Glück gelang ihm ein Meisterschuß. Die Platte fiel und die Marine jubelte. Nach 25 Jahren stellte die Gesellschaft wieder den Regiments-könig.

Hansi und Moni wurden nach dem Königschuß von den Kameraden unter großem Jubel um den ganzen Kirmesplatz getragen. Nach einem schönen Krönungsball im Festzeit war die Stimmung in der Marine besser denn je. Das Rgt.-Königspaar begann sein Königsjahr gleich mit einem Flug in die Sonne. Erholung und entgangene Flitterwochen wurden nachgeholt. (Hans und Monika hatten im Frühjahr erst geheiratet.) Bei der Rückkehr wurden sie gebührend empfangen.

Jedes Jahr im Spätherbst findet unser traditionelles Labskausessen statt, eine Veranstaltung als Dank an alle passiven Mitglieder. Wir danken an dieser Stelle auch den Königspaaren H. M. Rothes und R. U. Becker, die für ca. 200 Personen dieses Essen ausrichteten. Der Durst war groß, die Stimmung hervorragend, getanzt wurde bis in den Morgen.

Zum Ende des Jahres 1984 fand im Stammlokal unsere Weihnachtsfeier statt. Die Kameraden Mücher, Köhn, Köntgen sowie Robek und Schauf als Helfer brachten eine "Bescherung", die wieder Spitze war und auf die kleinen und großen schwächen der Mitglieder ausführlich einging.

Das neue Jahr 1985 begann für die Ges. mit der Jahreshauptversammlung, die unter anderem die Neuwahlen des Vorsitzenden und des Gesellschaftsführers auf der Tagesordnung hatte. Nachdem unser bisheriger Vorsitzender Franz Bellartz bereits vor Monaten seinen Rücktritt zum Ende des Jahres 1984 erklärt hatte, war dieser Vorgang unumgänglich geworden. Die Versammlung wählte Helmut Mücher zum Vorsitzenden und Franz BeIlartz zum Gesellschaftsführer. Ein neues und dennoch altes Team, da diese Kameraden im Vorstand schon seit Jahren zusammen gearbeitet haben. Die langjährigen Verdienste seines Vorgängers würdigte der neue Vorsitzende.

Zum Titularfest am 22. Januar 1985 ließ der Rgt.-König zu Mittag, wie kann es anders sein, durch die Marine , , Labskaus" servieren. Zwar waren anfangs einige Kameraden ob des Anblicks unserer Spezialität etwas skeptisch, doch konnte man gerade diese Skeptiker etwas später beim genüßlichen Verzehr des Nachschlages beobachten.

Zum Titularfest am 22. Januar 1985 ließ der Rgt.-König zu Mittag, wie kann es anders sein, durch die Marine "Labskaus" servieren. Zwar waren anfangs einige Kameraden ob des Anblicks unserer Spezialität etwas skeptisch, doch konnte man gerade diese Skeptiker etwas später beim genüßlichen Verzehr des Nachschlages beobachten.

Was ist eigentlich ,,Labskaus"

In der deutschen Literatur tauchte Labskaus Ende des vorigen Jahrhunderts erstmals als Brei von Kartoffel und Salzfleisch auf. Nach einer langen Schiffsreise wurden alle Reste zusammen gekocht und dann durch Zugabe von Salzfleisch, Stockfisch und rote Beete wieder genießbar gemacht. Oft soll sogar ein Stück Tauwerk den Weg in den Kessel gefunden haben. Obwohl heute wie damals nur der ,,Smutje" die genaue Zusammensetzung kennt, hat Heinz Fontes sicher kein Tauwerk oder Seemannsgarn verarbeitet.

Ein gemütliches Kaffeekränzchen im Stammlokal bildete den Rahmen für den Geburtstag der Regimentskönigin "Moni", die alle Damen des Vorstandes und der Marine eingeladen hatte.

Anfang März die nächste Hiobsbotschaft. Einer unserer ältesten Mitglieder, Michael Müllenmeister, verließ uns für immer.

Nicht ganz unerwartet, da seine Krankheit ihn leider schon Monate vorher gekennzeichnet hatte. Wir werden ihn immer in bester Erinnerung behalten.

Der ,,Beste" Schütze wurde am 17. März im Schützenhaus ausgeschossen. Friedrich Wendel für die aktiven und Günter Neus für die passiven Mitglieder waren die Erfolgreichen. Dank der von Heinz Fontes gestifteten Wurstbrötchen vertrug jeder das Altbier, Dank gilt auch den Mitgliedern, die spontan für Nachschub sorgten.

Nach dem Ball der Könige in der Düsseldorfer Stadthalle wartete das nächste größere Ereignis auf die Mitglieder und Freunde der Gesellschaft. Einige Autominuten von Düsseldorf entfernt findet jährlich in einem fast als familiär zu bezeichnenden Kreise das Kompanie-Königschießen statt. Dieses Jahr fuhren wieder 2 knallvolle Busse nach Willich-Schiefbahn zum Niederheider Hof, wo mit und Kuchen die Spannung und Begeisterung (wer wird König?) schon begann.

Gegen 18.30 Uhr waren die neuen Majestäten ermittelt. Peter Klein schoß die Platte für die Aktiven und Fritz Hackmann für die Passiven ab. Die neuen Königspaare wurden mit viel Applaus vorgestellt, danach bis spät am getanzt und gefeiert. Kurz vor Mitternacht brachten die Busse uns wieder an die Piwipp zurück.

Das Frühlingsfest - Tanz in den Mai - wurde mit Begeisterung aufgenommen Ein gelungenes Fest, das außer guter Stimmung eine zusätzliche Überraschung bot. Maikönigin wurde Dagmar Sedlacek, die Begleiterin unseres Rgt.Königs-Adjutanten Gustav Kohlhofer.

Fröhlich ging es auch am Sonnabend, dem 18. Mai, beim Kompanie-Kröönungsball im Pfarrheim der Kirche Maria unter dem Kreuz zu. Zum Empfang wurde den zahlreich erschienen Gästen der von unserem Königs-Adjutanten gestiftete Sekt gereicht. In seiner Begrüßungsrede betonte der Vorsitzende Helmut Mücher mit Stolz, daß die Marine 35 Jahre besteht und einige Mitbegründer heute noch aktiv sind.

Für besondere Verdienste erhielt der Gesellschaftführer Franz Bellartz eine goldene Ehrennadel. Unter großem Beifall wurden die neuen Träger der Königswürde, Peter Klein mit seiner Königin Ursula Tap, von den aktiven sowie Fritz und Hannelore Hackmann von den passiven Mitgliedern in ihr neues Amt eingeführt. Bekannte Künstler und ein musikalisches, unterhaltsames Programm verschönerten den Abend.

Kurz darauf, vom 6. bis 9. Juni, unternahm die Marine ihre Jahrestour, diesmal war das Ziel das Nordseeheilbad ,,Cuxhaven". Trotz schlechten Wetters war die Stimmung gut. Zahlreiche Überraschungen hatte unser Reiseleiter eingebaut, z. B. Krabbenpul-Wettbewerb mit Diplom, Prieltaufe mit Urkunde, Wattenwagenfahrt bei 5 Grad Kälte, ein Tagestörn nach Helgoland und eine Nachtfahrt mit Musik und Tanz auf Deutschlands größtem Seebäderschiff, der ,,Wappen von Hamburg", bleiben ein unvergessenes Erlebnis.

Nach der Rückkehr aus Cuxhaven feierte der Regimentskönig Hansi Rothes seinen Geburtstag im Schützenhaus, zu dem er viele Kameraden mit ihren Frauen einlud. Die Gesellschaft Marine kann von einem schönen und gelungenen Königsjahr sprechen. Unser Dank gilt allen Freunden und Förderern der Gesellschaft.

Auf Wiedersehen bis zum nächsten "Labskaus".

Ihre Gesellschaft Marine