Liebe Leser der Schützenzeitschrift ,Im Visier":
Im letzten Visier 1991 endete unser Bericht mit der Kameradschaftsfahrt zur Insel Juist.
Da der Abgabetermin für die Berichte zur diesjährigen Schützenzeitschrift recht früh festgelegt wurde, läßt sich aus unserem Vereinsleben noch nicht allzu viel berichten. Trotzdem möchten wir die bis zum Abgabetermin durchgeführten Veranstaltungen chronologisch ablaufen lassen.
Höhepunkt einer jeden Gesellschaft ist, neben dem Krönungsball, selbstverständlich das Schützenfest. Unsere traditionelle Hahne Kirmes. Mit viel Trara und Bierchen wurde die Piwipp und unser Vereinslokal geschmückt. Voller Erwartung fieberten wir den Schützentagen entgegen. Zu dem Veranstaltungskalender des Regimentes soll hier nicht weiter drauf eingegangen werden, ist jedem hinreichend bekannt.
Am Schützenmontag, nach dem Friedhofsgang, ist es zur Tradition geworden, daß der Kompaniekönig seine Gesellschaft zum Mittagessen einlädt. Unser Kompaniekönig, Leo Köntgen, hatte zum Mittagessen geladen und alle waren gekommen. Aufgrund des tollen Wetters konnte dieses Essen unter freiem Himmel durchgeführt werden. Der Kamerad Eberhard Köhn hatte seinen Garten zur Verfügung gestellt. Hierfür nochmals recht herzlichen Dank.
Als nächstes Fest stand unser traditionelles Labskaus-Essen an. Diese Veranstaltung, die von langer Hand geplant war, schien buchstäblich ins Wasser zu fallen. Kurzfristig wurde uns eröffnet, daß der angemietete Gemeindesaal Am Röttchen nicht zur Verfügung steht. Einladungskarten waren bereits gedruckt. Was tun ? Nach vielem Hin und Her und viel Aufregung konnte unser Labskaus-Essen im Schützenhaus, Kartäuserstraße, gehalten werden.
Im letzten ,Visier" hatten wir ausführlich über diese schmackhafte Hamburger Nationalspeise Labskaus berichtet. Allen Gästen und Kameraden hat es noch nie so gut geschmeckt, wie im letzten Jahr.
Für die tolle Zubereitung dürfen wir uns bei dem Marinekoch, Friedrich Wendel, bedanken. Wie in jedem Jahr wurde dieses Essen von dem aktiven und passiven König der Gesellschaft gespendet. Auch hier dürfen wir uns bei Leo Köntgen und Henry Krüger ganz herzlich bedanken.
Ein weiteres Fest stand an, und zwar die Nikolaus-Feier. Am 7.12. 1991 war es so weit. Am Nachmittag wurden alle Kinder und Enkelkinder unserer aktiven Mitglieder und die Pagen der Gesellschaft vom Nikolaus besucht und reichlich beschenkt. Die strahlenden Kinderaugen waren beim Erscheinen des Niko-laus nicht zu übersehen.
Gespannt war man auf den Abend. In unserer Vereinsgaststätte, Op't Eynde, fand, wie in jedem Jahr; für unsere aktiven Mitglieder die Nikolausfeier statt. Die Lachmuskeln wurden reichlich strapaziert. Als unser Nikolaus, Eberhard Köhn, mit seinen Adjutanten, Leo Köntgen, Hansi Rothes und Klaus-Peter Roß, im Osterhasenkostüm erschienen. Die Nikolausfeier stand unter
dem Motto ,,Schnellebige Zeit". Selbst die Osterhasen haben mittlerweile im Dezember den Nikolaus überholt. Mit viel Humor und Ironie bekamen die aktiven Mitglieder; und zum Teil auch deren Frauen, ihr Fett ab. Die Gesellschaft freut sich schon auf die nächste Nikolausfeier und ist gespannt, welche Überraschungen diese Crew wieder parat hat.
Zum ersten Mal in seiner langen Laufbahn in der Gesellschaft Marine war ein aktives Mitglied sprachlos. Wer unseren Kameraden Franz Bellartz näher kennt, weiß, was dieses bedeutet.
Franz Bellartz, langjähriger erster Vorsitzender und Gesellschaftsführer der Marine, wurde an diesem Abend die Ehrenmitgliedschaft in der Gesellschaft überreicht. Nachdem die erste Überraschung und die Sprachlosigkeit überwunden war; hatte unser Franz, wie ihn jeder kennt, einen flotten Spruch auf den Lippen.
An dieser Stelle möchten wir uns für die langjährige Arbeit innerhalb der Gesellschaft bei Dir, Franz, bedanken. Wir wüschen Dir viel Gesundheit und hoffen, daß Du der Gesellschaft noch lange erhalten bleibst.
Nachdem diese Ehrung abgeschlossen war, hatte unser Vergnügungsausschuß für eine Überraschung gesorgt, denn wurden in den Bereich der Träume und der Magie versetzt. Dieser Zauberkünstler verstand es, nicht nur mit seinen den Tricks, sondern auch durch Einbeziehung der Anwesenden in sein Programm, alle zu verzaubern. Es war, wie immer, ein gelungener Abend.
Am 24.5.1992 war es dann endlich so weit. Der mit Spannung erwartete Familienausflug zu unserem Königsschießen zum Grefrather Landhaus bei Neuss. Mit zwei Bussen wurden wieder alle aktiven und passiven Mitglieder sowie die Freunde der Gesellschaft nach Grefrath gebracht. Es begann mit dem Pfänderschießen der passiven Mitglieder. Bei tollem Wetter wurden folgende Pfänder geschossen.
Kopf Herbert Gerling
Rechter Flügel Fritz Hackmann
Linker Flügel Gerhard Baumgartner
Schweif Willi Bonekamp
Klotz Hans Weyers
Nachdem das Pfänderschießen abgeschlossen war; stieg die Spannung. Wer wird passiver König der Gesellschaft ? Mit einem wohlgezielten Schuß wurde passiver König der Gesellschaft kein Unbekannter. Der ehemalige Kronprinz, Michael Hellwig, war der Glückliche. Die gesamte Gesellschaft gratuliert ihm zu dieser Königswürde. Zu seiner Königin hat er sich, selbstverständlich, seine Freundin Marion Rupprath auserwählt.
Die Spannung wurde noch gesteigert. Wer gewinnt die Pfänder und wer wird aktiver König der Gesellschaft. Zuerst wurden wieder die Pfänder geschossen.
Kopf Bernd Eitner
Rechter Flügel Eberhard Köhn
Linker Flügel Hans Klein
Schweif Lothar Tappen
Klotz Hans Rothes
Nachdem auch dieses Pfänderschießen abgeschlossen war; kannte die Spannung keine Grenzen. Wer wird König?
Nachdem die Platte schon einige Male bedenklich gewackelt hatte, konnte, unter dem großen Jubel aller Anwesenden, unser Schriftführer, Hans-Dieter Haupt, mit einem wohlgezielten
Schuß die Platte herunterholen.
Lieber Dieter; diese Königswürde gönnen wir Dir von ganzem Herzen, da Du 40 Jahre vergeblich versucht hast, König der Gesellschaft zu werden. Im 41. Jahr ist es Dir endlich geglückt.
Am 18.7.1992 ist es dann soweit. Im Pfarrsaal Sankt Maria unter dem Kreuz findet unser diesjähriger Krönungsball statt.
Eine Woche vorher; am 10.7.1992, findet unser Ausflug statt. Da es diesmal nicht ans Mittelmeer oder an die Nordsee geht, haben wir trotzdem einen See auserwählt. Wir fahren an den Bodensee. Wir werden dort eine Woche vor dem Krönungsball die Stimmung schon einmal gehörig anheizen. Über beide Veranstaltungen werden wir leider erst im ,;Visier 1993" berichten können.
Wir wünschen jedoch allen Schützenkameraden und den Unterrather Bürgern für das diesjährige Schützenfest ein tolles Wetter und gute Laune.