Bericht aus der Rheinischen Post im Januar 2000
Seit 50 Jahren besteht die Marine-Gesellschaft der Unterrather Schützen / Kurzzeitehe mit Musikern
Echte ,,Seebären" gründeten einst die Kompanie
UNTERRATH Goldene 50 Jahre besteht die Gesellschaft Marine der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Unterrath Begründet wurde sie von alten "Seebaren", gestandenen Männern die sämtlich zur See gefahren waren. Durch Übernahme des Jungschützen-Tambourkorps kam 1951 auch die eigene Musik dazu, eine ,,Ehe", die aber nur sechs Jahre dauerte. Das Marine Tambourkorps machte sich selbstständig. Bei den Marinern dagegen erwies sich die 13 als Glückszahl. So viele Mitglieder hatte sie nämlich ursprünglich. Heute sind es immerhin 28 Aktive, unterstützt von einer stattlichen Anzahl passiver Mitglieder. Das ist nicht zuletzt das Resultat einer aufgeschlossenen Vereinsarbeit.Anfang 1930 trennte man sich von den Marine-Uniformen, tauschte sie gegen einen zivilen einheitlichen Gesellschaftsanzug, schaffte die Ränge ab und beschränkte sich auf die weiße Marinemütze.Ab und an präsentiert sie sich gar, so wie der Nachwuchs, im Ostfriesen-Look.Obenan steht bei den ,,Marinern" das Zusammengehörigkeitsgefühl, das auch die Familien der Mitglieder mit einschließt. Es entstehen Freundschaften, die ein Leben lang halten. Höhepunkte des Vereinslebens sind das Labskausessen sowie das Königs schießen in Weckhoven. In der Bruderschaft hat die Marine ein hohes Ansehen.Von 1967 bis 1974 war Dieter. Haupt deren Erster Chef. Hansi Rothes und Olaf Köntgen gehören der Platzkommission an, Bodo Hentsch ist zweiter Kassierer. lnsgesamt stellte die Gesellschaft fünf Regimentskönigspaare. Seit neun Jahren führt das "Dreigestirn" Klaus Peter Roß, Dieter Haupt und Friedrich Wendel die Geschicke der Marine. hjb